Fühlt euch frei, aufzustehen

“Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit”, heißt es in einer meiner Lieblingsbibelstellen (2. Kor. 3,17). Und wenn Gottes Geist in christlichen Gemeinden präsent ist, dann sollten doch gerade diese Orte Paradebeispiele der Freiheit sein. So die Theorie. Doch warum fühle ich mich dort oftmals alles andere als frei?

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Freundschaftsbänder zu verschenken!


Erinnert ihr euch an Freundschaftsarmbänder? Diese vielfarbigen, etwas schief geknüpften Dinger? Wer eins oder mehrere am Handgelenk hatte, war cool. Bekam man eins überreicht, war es regelrecht eine Auszeichnung: ein sichtbares Symbol der Zuneigung und Verbundenheit, hineingeknüpft in ein kleines, knatschbuntes Armband. Meistens waren sie schon nach einem Sommer dunkel vor Dreck und besser war es, wenn man nicht näher dran roch. Diese versifften Fäden wurden aber trotzdem weiter voller Stolz und Ehre getragen. So einfach war das.

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Wenn Freundschaft das Leben kostet


Inspiriert von 1. Samuel 20

„Natürlich will dein Vater mich umbringen! Wie oft hat er es schon versucht, wie oft?! Und immer wieder bin ich zurückgekommen! Und immer wieder hat er es versucht“,  brüllt er mich an, als hätte ich Schuld daran. „Ich kann mit ihm reden. Er würde auf mich hören“, sage ich schlichtend. „Das hast du letztes Mal versucht und wie lange ging das gut, mh? Jedes Mal bin ich wiedergekommen, jedes Mal hab ich seine Kriege gewonnen. Und was ist der Dank? Dass er mich umbringen will?“ Er wird noch ärgerlicher. Ich versuche ihn weiter zu beruhigen: „Ich kann doch auch nichts dafür. Aber wenn er es vorhätte, würde ich es wissen!“ „Einen Scheiß würdest du wissen! Glaubst du ernsthaft, er hätte nicht spitz gekriegt, dass wir Freunde sind? Er würde es dir nicht sagen! Ich glaube, du checkst nicht was hier los ist! Ich komme mit einem Sieg aus dem Krieg zurück, bin gerade angekommen, da muss ich plötzlich fliehen. Und wenn meine Frau, seine Tochter, mir nicht den Arsch gerettet hätte und ihren Vater und König angelogen hätte, würde ich jetzt nicht mehr leben! Jonathan, ich kann  so nicht mehr weiter machen!“ 

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Gute Kunst: Ziemlich feste Freunde

Spotify-Playlist

Wir haben wieder eine bunt gemischt Spotify-Playlist mit Songs verschiedener Stile zusammengestellt. 29 handverlesene Lieder, in präziser Reihenfolge einigermaßen hintereinander sortiert. Dir fehlt noch ein Song? Dann schreib uns, welcher unbedingt noch rein muss.


Film: Greenbook

Mit fünf Oskars ausgezeichnet dreht sich dieser Film – nach einer wahren Begebenheit – um die Freundschaft zwischen dem schwarzen Jazz-Pianisten Don Shirley und seinem weißen Fahrer Tony Lip. Die Handlung spielt in den 60er-Jahren als Tony seinen Chef auf dessen zweimonatiger Tournee durch die Südstaaten der USA chauffiert. Thematisiert Rassismus entlarvend.


Poetry Slam: Freundschaft

Hast du noch Freunde aus der Schule? Influencer Marco Maiworm hat in einem Text den Verlust einer alten Freundschaft verarbeitet. Berührend.

Du kannst ihn dir entweder hier auf Instagram anschauen: https://www.instagram.com/tv/CApQ6PxjnVK/?utm_source=ig_web_button_share_sheet oder hier auf seinem Blog lesen: https://sackenlassen.blogspot.com/2019/05/freundschaft.html.


Film: Ziemlich beste Freunde

Inspirierend für den Titel unsere aktuelle AP-Serie und ein absoluter Klassiker, der von der einzigartigen Freundschaft zwischen dem gelähmten Franzosen Philippe und seinem senegalesischen Pflegehelfer Driss. Humorvoll und tief gehend zugleich. Der Film wurde durch die Autobiografie Le second souffle von Philippe Pozzo di Borgo inspiriert.


Podcast: Wann der Altersunterschied egal ist

Wie alt sind deine Freunde so? Und würdest du dich und deine(n) Mutter/Vater als Freunde bezeichnen?
Genau um diese Fragen dreht sich der DLF-Nova-Podcast „Ab 21“. Model Elena Carrière (21) und Schauspieler Mathieu Carrière (69) erzählen im Interview von ihrer besonderen Freundschaft als Tochter und Vater.
Anschließend stellt sich Psychologin Julia Hahmann der Frage, was eine Freundschaft eigentlich ausmacht. Für neue Blickwinkel hörenswert!

Wie viele Freunde…?


Wenn ich über Freundschaft nachdenke, fühle ich mich manchmal so, als würde ich einem Blinden erklären, wie Farben aussehen. Nicht weil ich glaube, dass er nicht verstehen würde, was ich meine, sondern weil ich komplett überfordert wäre, die richtigen Worte zu finden. Freundschaft ist für mich eines der schwierigsten und komplexesten Themen. Warum? Weil es Menschen betrifft und die bekanntlich sehr kompliziert sein können. Treffen also zwei oder mehr Menschen aufeinander – nennen wir sie mal Freunde – kann es bisweilen sehr chaotisch werden.

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Alltagspropheten TALK #10 – Bromance und andere Freundschaften

In dieser Folge wird es deep. Philipp redet über Gefühle und Joschka erzählt, was ihm an Freudschaften wichtig ist. Also bloß nicht verpassen!

Achtung, toxisch!


„Du bist meine beste Freundin. Du darfst jetzt nicht gehen! Du darfst mich nicht allein lassen!“

„Mir geht’s so schlecht, weil du dich nicht um mich kümmerst.“

„Warum hast du dich mit XY getroffen, wenn du genau weißt, dass ich XY nicht mag?“ 

„Dich würde doch eh niemand wahrnehmen, wenn du nicht mit mir unterwegs wärst. Ohne mich bist du bloß ein Mauerblümchen.“

„Wenn ich dir wirklich wichtig wäre, würdest du das für mich machen!“ 

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Könnte es sein, dass Heimat vielleicht nur Neurobiologie oder gar reine Utopie ist?


Warum auf dem Beitragsbild eine Corona-Postkarte abgebildet ist? Ironie des Schicksals vielleicht. Mit dem Coronavirus hat das rein gar nichts zu tun. Diese Karte war nur das Einzige, was mir einfiel, als ich angefangen habe, diese Zeilen zu schreiben und über Heimat nachzudenken. Sie begleitet mich seit nunmehr fünf Jahren durch mein Leben. Sie hing an so vielen Pinnwänden, an so vielen Orten. Gefunden habe ich sie damals im Postkartenständer eines kleinen Kulturkinos in Brisbane. Ich habe viele davon mitgenommen und verschickt, weil sie so gut gepasst haben. From Where You’d Rather Be. [1] Aus der Hauptstadt des Sunshine State in Australien [2].

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Ständig unterwegs und trotzdem zuhause?

Heute will ich euch meine Geschichte erzählen und was ich mit diesem wichtigen Wort Heimat verbinde. Meine Geschichte ist deswegen außergewöhnlich, weil ich sieben Jahre als Kind von Missionaren in Kenia gelebt habe. Deswegen kann ich auch mit Sicherheit sagen, dass Heimat immer ein zentraler Begriff in meinem Leben war.

Aber ich fange mal von vorne an:

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Anna, was ist Bananenweizen?

Meine Freundin Anna ist eine fabelhaft witzige, beneidenswert kluge, schamlos ehrliche und 100%-abenteuerlustige, junge Frau, die ich vor zwei Jahren in der Schwimmbadumkleide kennengelernt habe.
Sie hinterfragt Dinge, die „man halt so macht“ und reagiert nie so, wie ich es erwarten würde. Ich mag diese Eigenschaften sehr an ihr und ganz besonders die Leichtigkeit und Lebensfreude, mit der sie durchs Leben geht! Anna hat polnische Wurzeln und anlässlich unserer AP-Serie “Fest verwurzelt oder umgetopft?” sprach ich mit ihr über ihre Heimat.

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Gute Kunst: Fest verwurzelt oder umgetopft?

Ab sofort gibt es zu jeder Alltagspropheten-Serie einen Beitrag namens „Gute Kunst“. Dort findest du – wie schon bei unserer Testreihe „Zwischen Glauben und Zweifeln“ – alle möglichen kreative Erzeugnisse, die wir so feiern. Den Song, den du schon immer mal hören solltest oder das Buch, das du schon immer mal lesen wolltest. Perfekt zum Schmökern.

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