Der Mann des Zweifels

Es war einmal ein Mann. Er hatte ganz Europa bereist. Überall gelebt – ein Vagabund. Er stammte vom Adel ab und pflegte viele Beziehungen zum gesamten europäischen Klerus. Und obwohl er nicht sonderlich alt wurde, hatte er den gesamten 30-jährigen Krieg erlebt, der Europa verwüstet und entvölkert hatte. Er hatte den größten Schmerz seines Lebens erfahren, als er seine 5-jährige Tochter – sein einziges Kind – zu Grabe tragen musste. Wer ihn sah, hätte ihn wohl als kränklich beschrieben. Und dennoch war er der intellektuelle Rebell seiner Zeit und litt unter der Verfolgung der konservativen Kirchenfürsten. Er war ein Universalgenie – der Vater der neuzeitlichen Philosophie. Europa, wie wir es heute kennen, wäre undenkbar ohne ihn. Und er war ein frommer Mann. Sein Name ist René Descartes.

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Für Immer

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Schubladen im Kopf

Es ist der 1. Oktober. Ich stehe gemeinsam mit rund 50 anderen Gleichaltrigen vor einer verschlossenen Tür, die mit „I0.15“ beschriftet ist. Eine interessante Szene, die sich dieser Tage wohl auch an vielen anderen Orten in Deutschland abspielt. Eine Situation, die ich in meinem 21-jährigen Leben schon so oft miterlebt habe.

Verunsichert stehen im Flur 50 junge Menschen. Bis auf drei Mädels, die sich offensichtlich schon kennen, redet niemand.

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