Könnte es sein, dass Heimat vielleicht nur Neurobiologie oder gar reine Utopie ist?


Warum auf dem Beitragsbild eine Corona-Postkarte abgebildet ist? Ironie des Schicksals vielleicht. Mit dem Coronavirus hat das rein gar nichts zu tun. Diese Karte war nur das Einzige, was mir einfiel, als ich angefangen habe, diese Zeilen zu schreiben und über Heimat nachzudenken. Sie begleitet mich seit nunmehr fünf Jahren durch mein Leben. Sie hing an so vielen Pinnwänden, an so vielen Orten. Gefunden habe ich sie damals im Postkartenständer eines kleinen Kulturkinos in Brisbane. Ich habe viele davon mitgenommen und verschickt, weil sie so gut gepasst haben. From Where You’d Rather Be. [1] Aus der Hauptstadt des Sunshine State in Australien [2].

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Ständig unterwegs und trotzdem zuhause?

Heute will ich euch meine Geschichte erzählen und was ich mit diesem wichtigen Wort Heimat verbinde. Meine Geschichte ist deswegen außergewöhnlich, weil ich sieben Jahre als Kind von Missionaren in Kenia gelebt habe. Deswegen kann ich auch mit Sicherheit sagen, dass Heimat immer ein zentraler Begriff in meinem Leben war.

Aber ich fange mal von vorne an:

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Anna, was ist Bananenweizen?

Meine Freundin Anna ist eine fabelhaft witzige, beneidenswert kluge, schamlos ehrliche und 100%-abenteuerlustige, junge Frau, die ich vor zwei Jahren in der Schwimmbadumkleide kennengelernt habe.
Sie hinterfragt Dinge, die „man halt so macht“ und reagiert nie so, wie ich es erwarten würde. Ich mag diese Eigenschaften sehr an ihr und ganz besonders die Leichtigkeit und Lebensfreude, mit der sie durchs Leben geht! Anna hat polnische Wurzeln und anlässlich unserer AP-Serie “Fest verwurzelt oder umgetopft?” sprach ich mit ihr über ihre Heimat.

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Ich packe meinen Koffer

Meinen ersten Beitrag auf diesem Blog habe ich über Heimat geschrieben. Es ging darum, wie Heimat sich für mich verändert hat, nachdem ich drei Jahre zuvor von meiner Familie in Bielefeld zum Studieren nach Heidelberg gezogen war. Anlässlich unserer zweiten Themenreihe habe ich meine Gedanken von damals nochmal angesehen und so kommt es jetzt zur einer Neuauflage:

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Alltagspropheten TALK #09 – Wo ist Heimat?

Wo ist Heimat? Gibt es einen Unterschied zwischen Heimat und Zuhause? Joschka und Philipp reden als zwei nicht wirklich sesshafte Menschen genau darüber. Sprechen da also zwei Blinde von der Farbe? Finde es heraus.

Gedanken zu Europa

„Bunt ist meine Lieblingsfarbe“

Walter Gropius

Im Alter von 5 Jahren kam ich mit Eltern und Brüdern nach Deutschland und wuchs ab dem Zeitpunkt zweisprachig auf. Ich war – und das war mir immer bewusst – anders. In zweifacher Hinsicht: wir waren die einzigen Ausländer im kleinen Dorf am Fuße des Schwarzwalds (wenige Jahre später war ich der einzige Ausländer auf dem örtlichen Gymnasium in der benachbarten Stadt) und wir waren Baptisten (teilweise über mehrere Generationen zurück), folglich war ich das auch. Dass ich dennoch den evangelischen Religionsunterricht in der Grundschule besuchte, half nicht darüber hinweg, dass keiner meiner Schulkameraden verstehen konnte was Baptisten sind.

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