Was macht der Bibelraucher heute?

Es ist faszinierend, auf wie vielen verschiedenen Wegen Gott Menschen begegnet. Oftmals so kreativ, dass man es kaum für möglich hält. Eine dieser Geschichten ist so unkonventionell, dass sie fast nicht zu glauben ist: Es geht um den Bibelraucher.

Wilhelm Buntz alias Helmi, 1954 in Ulm geboren, hat ein bewegtes Leben hinter sich, was die zahlreichen Tattoos auf seiner Haut bezeugen. Als Säugling von seiner eigenen Mutter ausgesetzt, geriet er schon früh auf die schiefe Bahn. Er war in unzähligen Erziehungsheimen zu Gast, büchste noch häufiger aus, bis er sich schließlich ganz aus dem Staub machte: nach St. Pauli. Dort blieb er einige Monate unentdeckt, bis er letztendlich verraten und festgenommen wurde. Mittlerweile war er für den Tod von drei Menschen verantwortlich, hatte einige Banken überfallen und unzählige Diebstähle begangen. Nachdem ihm der Prozess gemacht wurde, kam er für 14 Jahre ins Bruchsaler Gefängnis. Urteil: lebenslänglich mit Sicherungsverwahrung. Doch er sollte das Gefängnis als neuer Mensch verlassen. So viel zu seiner Lebensgeschichte. Wer mehr darüber lesen möchte, dem sei sein Buch empfohlen, dass im September 2018 im SCM Hänssler Verlag erschienen ist. Dort hat er seine einzelnen Stationen sehr authentisch, anschaulich und fesselnd niedergeschrieben.

Doch was macht dieser Mann heute? Was bewegt ihn? Wir haben ihn zu einem Gespräch über Flucht, Freiheit und Vergebung getroffen


AP: Wilhelm, seit einiger Zeit hat es dich in das schöne Südbaden verschlagen. Wie fühlst du dich dort als Schwabe?

W: (lacht) Am Anfang war es schwer. Ich kam 1993 der Liebe wegen nach Baden und die ersten zwei Jahre war es nicht einfach mit den alt Eingefleischten im Dorf. Aber danach war alles gut und ich hatte null Probleme.

AP: Bis zu deiner Rente 2017 hast du im Blindenheim in Freiburg gearbeitet. Was machst du seitdem so?

W: Ich bin viel für Vorträge zu meinem Buch unterwegs. In meiner Freizeit nehme ich gerne meine Gitarre und gebe ein Konzert. Dort, wo ich gerade bin. Ansonsten schreibe ich gerade an 15 Liedern.

AP: Musik war schon immer ein “Lichtblick” in deinem Leben. Was bedeutet sie für dich?

W: Ich bin leidenschaftlicher Musiker. Ich liebe Country-Musik. Schon als Kind wollte ich Gitarre lernen. Deshalb habe ich meinen Vater so lange angefleht, bis er nachgab. Allerdings musste ich vorher ein Jahr Flöte spielen, mit 38 Mädchen. Seither habe ich immer wieder – auch im Gefängnis – geschaut, dass ich eine Gitarre bekomme und habe mir viele Gedanken von der Seele gespielt. Musik ist für mich immer ein Ventil gewesen, um manche Dinge mit mir selbst auszumachen. Sie ist für mich lebensrettend.

AP: Was waren oder sind sonst noch Lichtblicke in deinem Leben?

W: Ich hatte nicht viele. In meiner Kindheit war ich viel in Heimen und mein größter Lichtblick war Freiheit. Ich wollte fliehen und habe alles daran gesetzt. Ich war der Fluchtkönig. Es gab keinen, der so oft geflohen ist, wie ich. Einen Freiheitsdrang hatte ich schon immer. Deswegen genieße ich sie heute auch so sehr.

AP: Also ist Freiheit ein großes Thema in deinem Leben?

W: Ja, und vor allem hat Freiheit für mich nichts damit zu tun, dass man physische Mauern verlässt. Sondern, dass das Herz aufgeht. Wenn man im Herzen eine Mauer aufbaut, die kann man selbst gar nicht mehr einreißen. Da muss jemand mit dem Vorschlaghammer dagegen donnern. Das hat Jesus bei mir getan.

AP: Ging es dann früher eher um eine äußere Freiheit und heute mehr um eine innere?

W: Früher ja und heute beides. Einerseits, dass ich trotz lebenslänglicher Bewährung auf Sicherungsverwahrung gehen kann, wohin ich will. Andererseits ist die innere Freiheit für mich noch viel gewaltiger. Heute freue ich mich schon morgens beim Aufwachen auf den Tag, früher war das nie so.

AP: Was gibt dir die Kraft dazu?

W: Als Rentner stehe jeden Morgen um fünf auf. Ich brauche mit dem Herrn jeden Tag zwei Stunden: Bibel lesen, das Gelesene auf mich einwirken lassen und ruhig sein. Irgendwie tut mir das gut. Ich bete um Gottes Führung. Und abends, dass er mich darauf aufmerksam macht, wenn ich etwas in Ordnung bringen muss. Freiheit bedeutet für mich auch, mein Leben in Ordnung zu bringen.

AP: Neben der Suche nach Freiheit warst du in deinem Leben auch lange auf der Flucht. Als du in Hamburg festgenommen wurdest, beschreibst du diesen Moment mit Erleichterung. Warum?

W: Wenn man auf der Flucht ist, kann man sich tagsüber nicht blicken lassen. Und wenn man dann mal durch die Straßen geht, muss man damit rechnen, dass hinter jeder Ecke die Polizei lauert. Das ist kein schönes Gefühl. Obwohl ich einen Haufen Geld hatte, mir vieles leisten konnte und Leute schmieren, damit sie ruhig sind. Deshalb war ich froh, dass meine Flucht endlich vorbei war. Es war eigentlich ein Schritt nach vorne, da nun alles offenbart wird und man wieder eine Perspektive für die Zukunft hat, wenn alles abgesessen ist.

AP: Ähnlich beschreibst du auch deinen Gefängnisaufenthalt in Bruchsal mit den Worten “endlich angekommen zu sein”, wie an einem sicheren Ort?

W: Ich war bei meiner Familie. Die Ganoven waren meine Familie. Meine eigene hatte mich abgelehnt. Die einzigen, denen ich vertraute, waren Ganoven. Und wir haben uns untereinander weder betrogen noch belogen. Das war für mich Ankommen. Ich habe manche dort getroffen, mit denen ich bereits im Heim war. Wir kannten einander. Für mich war es wie ein Heimkommen. Es war nicht ganz so fremd und ich war nicht mehr allein.

AP: Zwei weitere besondere Orte in deinem Leben waren der Kohlenkeller in deinem Elternhaus und die Arrestzelle im Gefängnis. Obwohl beides auf den ersten Blick nicht sehr gemütlich klingt, waren sie Zufluchtsorte für dich. Warum?

W: Ich liebte es, allein zu sein. Wenn mich mein Vater in den Kohlenkeller gesperrt hat, sollte es eine Bestrafung sein. Aber ich hatte endlich mal meine Ruhe. Ich konnte nachdenken und habe das Geschrei nicht gehört. Manchmal habe ich extra etwas angestellt, damit ich in den Kohlenkeller kam. Und genauso war es auch in der Arrestzelle. Ich sage immer: Das Gefängnis ist das Ballungszentrum der Hölle. Dort sieht man Dinge, die kein normaler Mensch sieht. Wie viele habe ich gesehen, die sich erhängt haben oder abgestochen wurden. Manchmal wird einem das zu viel. Und man ist froh, wenn man in der Arrestzelle ist und nichts mitkriegt.

AP: Und den einzigen Gegenstand, den du dorthin mitnehmen durftest, war eine Bibel?

W: Ja, es mussten immer genügend Bibeln vorhanden sein, falls ein Gefangener eine wollte. Dann habe ich angefangen, sie in der Arrestzelle zu lesen und danach Zigaretten aus den einzelnen Seiten zu drehen. So habe ich in sechs Jahren das ganze alte Testament durchgeraucht. Und immer wieder gab es Kernsätze, die mich eigentlich hätten treffen sollen.

AP: Warum hast du überhaupt angefangen in der Bibel zu lesen?

W: Der Grund war, dass mein Vater die Bibel als Gottes Wort sah. Ich wollte Gott zeigen, dass ich stärker bin, als er. Das war reine Rebellion.

AP: Konntest du denn durch das Rauchen die Bibel noch intensiver aufnehmen?

W: Also das Alte Testament habe ich einfach gelesen und durchgeraucht. Aber interessanterweise kommt es mir zugute, dass ich das damals gelesen habe. So bin ich einer der wenigen, der vor seiner Bekehrung schon das komplette Alte Testament intus hatte. Und heute wird es mir zum Segen. Später bin ich wieder zum Gefängnispfarrer gegangen, da ich eine neue Bibel brauchte. Er wollte wissen, was mit der vorherigen passiert sei. Ich meinte, dass sie etwas dünn geworden sei. Daraufhin hat er mir eine neue gegeben und ich habe die Bibel nicht mehr geraucht, sondern nur noch gelesen. Später bin ich mal darauf gestoßen, dass Mose, als er vom Berg Sinai herunterkam und die Tafeln mit den Zehn Geboten zerdepperte, sie neu schreiben musste. Daraufhin habe ich mich in meiner Zelle mit einer Schreibmaschine hingesetzt und die komplette Bibel abgeschrieben, um sie Gott zurückzugeben. Sie hat über 5000 Seiten und wahnsinnig viele Schreibfehler. Aber es war mir wichtig.

AP: Gibt es eine Stelle in der Bibel, die dir besonders wichtig ist?

W: 1. Johannes Kapitel 1, Vers 9: “Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.” Das ist in meinem Glaubensleben ganz wichtig. Weil ich darüber nicht hinweg kam, bis ich mein Leben in Ordnung brachte. Und das wollte ich zuerst nicht. Ich habe mich mit Händen und Füßen dagegen gesträubt. Zuerst habe ich gebetet, dass Gott mir alle meine Sünden vergibt und es war für mich erledigt. Aber er hat von mir verlangt, dass ich auch die Sachen bekenne, die man mir nicht nachweisen konnte. Damals stand ich ein halbes Jahr vor meiner Entlassung. Dass sich meine Haftstrafe verlängerte, wollte ich nicht riskieren. Doch eines Tages habe ich dem Staatsanwalt alles geschrieben und er hat alle Verfahren eingestellt. Ich wurde entlassen. Da habe ich gemerkt, dass ich das Wort Gottes sogar wörtlich nehmen kann.

AP: Wie viel Überwindung hat es gekostet, Versöhnung zu suchen?

W: Ich habe die Geschichte von Zachäus gelesen und wie er Wiedergutmachung geleistet hat. Da wollte ich das auch machen. Ich habe die Begierde zu machen, was ich lese. Und dann habe ich damit angefangen, mich überall zu entschuldigen. Anfangs war es schwer und jedes Mal wurde es leichter. Und es gab keinen einzigen, der mir nicht vergeben hat. Der Herr hatte es jedes Mal vorbereitet.

AP: In deinem Buch schreibst du, dass Gott dich verfolgte. Woran hast du das gemerkt?

W: Er hing mir wie ein Klotz am Bein. Das erste Mal habe ich mich von Gott verfolgt gefühlt, als ich nach Österreich in Untersuchungshaft kam. Mein Vater, der sich inzwischen bekehrt hat, hatte immer zu mir gesagt: “Helmi, du musst dein Leben Jesus geben und es ändern, sonst endest du im Zuchthaus.” Und als ich durch die Gefängnismauern fuhr, wusste ich, was er gemeint hatte. Dann kamen immer wieder Menschen ins Gefängnis die Traktate verteilt haben mit “Jesus lebt.” Das hat mich immer wieder verfolgt. Aber ich wollte nichts davon wissen. Ich habe mir ein Bild von Christen gemacht, das katastrophal war und so wollte ich nicht sein. Stattdessen habe ich einen Hass gegen das Christentum aufgebaut. Und an allem war Gott Schuld. Ich habe zwar nicht an ihn geglaubt, aber er war schuld.

AP: Wenn du früher im kriminellen Milieu zu Hause warst und gerade dort viele Menschen Jesus brauchen, wärst du nicht der perfekte Missionar dafür?

W: Vergangenes Jahr im Herbst war ich wieder auf St. Pauli für einen Kiez-Gottesdienst. Aber ich bin nicht von mir aus dorthin gegangen. Ich habe zuerst gebetet, ob es wirklich Gottes Wille ist. Darauf las ich in der Bibel über einem Traum von Paulus mit den Worten: “Komm rüber und hilf uns!” Da wusste ich, dass ich gehen darf. Ich gehe aber nie in ein Gefängnis rein, weil der Herr es mir nicht gesagt hat. Es ist nicht mein Auftrag. An einer anderen Stelle sagt die Bibel: “Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.” Und wenn der Herr mir keinen Auftrag erteilt, mache ich es nicht. Mein Auftrag ist es, an die Hecken, Zäune und zu Obdachlosen zu gehen. Seit 25 Jahren mache ich Psychiatriearbeit in der forensischen Abteilung. Mein Auftrag ist es, zu den Verlorenen zu gehen. Und wenn wir unserem Auftrag gerecht leben, dann wird die Welt gerettet.

AP: Wie war die Zeit nach der Entlassung? War es schwer, nicht in alte Muster zu verfallen?

W: Wenn man nach 14 Jahren rauskommt, hat sich die Welt verändert. Das erste, womit ich Probleme hatte, war, die Straße zu überqueren, weil dort so viele Autos gefahren sind. Das andere war mit meiner Sprache. Ich habe nur Knastsprache gesprochen. Allerdings hatte ich mir aus dem Gefängnis heraus bereits einen Job besorgt. Zunächst als Hofkehrer und später in einer Möbelfabrik. Seitdem hat der Herr mir immer gläubige Chefs gegeben. Ich hatte nie damit Probleme, weil ich im Gefängnis war. Der Herr hat mich die ganze Zeit hindurch getragen und mir die richtigen Menschen zur Seite gestellt.

AP: Gab es trotzdem Momente der Versuchung?

W: Bis zum heutigen Tag. Zum Beispiel hatte ich – egal in welcher Stadt – immer eine Wohnung genau neben der Bank und das als ehemaliger Bankräuber. Als ich entlassen wurde, hatte ich Schulden in Höhe von 1,2 Millionen Mark. Wie oft kam die Anfechtung, in zehn Minuten in der Bank gegenüber das Geld zu erbeuten. Da musste ich jedes Mal selbst eine Entscheidung dagegen treffen. Aber dadurch, dass ich schon morgens den Tag in Gottes Hände lege, sage ich, dass er mir helfen muss. Dazu ziehe ich seit 37 Jahren jeden Morgen bewusst die Waffenrüstung Gottes aus Epheser 6 an. Und dann bin ich gewappnet und gestärkt. Außerdem war es mir ein Segen, als ich die Versuchungsgeschichte von Jesus in der Wüste gelesen habe (Mt. 4,1-11). Wie hat Jesus dem Teufel geantwortet? Nur mit dem Wort Gottes.

AP: Nach dem Gefängnis kamst du in Kontakt mit Christen, von denen du ziemlich enttäuscht wurdest. Dazu passt ein Zitat von Mahatma Gandhi: “Ich mag euren Christus. Ich mag nur eure Christen nicht.” Was hältst du davon?

W: Dazu passt auch: “Christen enttäuschen. Christus nicht.” Einmal habe ich es in Holland erlebt, dass, während ich auf der Bühne sprach, draußen ein Auto aufgebrochen wurde und etwas geklaut wurde. Mitten in meiner Rede kam die Polizei rein, hat mich unterbrochen und erzählt, was los war. Die komplette Gemeinde behauptete, dass ich es war. Obwohl ich es gar nicht gewesen sein konnte. An diesem Tag wollte ich in meine alte Welt zurückgehen. Ich hatte genug von den Christen und ihrem negativen Misstrauen. Doch damals gab es einen Glaubensbruder, der jede Nacht um meine Seele gerungen hat und das war für mich ein Christ. In ihm hatte ich einen Anker. Denn ich bin Schwabe und da sagt man: “Ein halber Christ ist ein ganzer Mist.”

AP: Begegnet dir heute noch Misstrauen?

W: Nein, gar nicht mehr. Nur in den ersten fünf bis sieben Jahren nach meiner Zeit im Gefängnis.

AP: Wenn du so auf dein bewegtes Leben zurückschaust, was für Gedanken und Gefühle kommen da so hoch?

W: Das wird jetzt ein Schock sein. Aber ich bin Gott dankbar für jeden Tag. Auch für die Zeit, als es ganz tief nach unten ging. Ich bin wirklich dankbar für die 14 Jahre Gefängnis, weil ich dort Jesus kennengelernt habe. Und ohne hätte ich vielleicht nie die Möglichkeit gehabt, zum Glauben zu finden. Was ich oft feststelle ist, dass Menschen, die noch nie in tiefer Sünde gelebt haben und bewahrt aufgewachsen sind, gar nicht wissen, was Vergebung ist. Weil sie nie gestohlen oder geflucht haben. Sie haben es viel schwerer, Jesus als den Retter zu sehen, als jemand, der aus der tiefsten Sünde rauskommt. Wir brauchen alle Erlösung aus der Sünde, ob es schlimme Dinge oder Kleinigkeiten waren.

AP: Wenn du die Möglichkeit hättest, was würdest du dem kleinen Helmi sagen?

W: Ich würde ihm gar nichts sagen, sondern ihn in den Arm nehmen und ihm sagen, dass ich ihn lieb habe, genauso, wie er ist.

AP: Vielen Dank für das offene Gespräch.

Ich packe meinen Koffer

Meinen ersten Beitrag auf diesem Blog habe ich über Heimat geschrieben. Es ging darum, wie Heimat sich für mich verändert hat, nachdem ich drei Jahre zuvor von meiner Familie in Bielefeld zum Studieren nach Heidelberg gezogen war. Anlässlich unserer zweiten Themenreihe habe ich meine Gedanken von damals nochmal angesehen und so kommt es jetzt zur einer Neuauflage:

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Repost: Er ist weg!

Über die Ostertage haben wir ein kleines Special geplant. Wir wollen die Story aus der Sicht verschiedener beteiligter Personen erzählen. Zum ersten Mal auch zum Anhören:

„Petrus! Petrus!“ Das kann doch nicht wahr sein! Warum macht er nicht auf? „Petrus! Bitte! Mach auf. Es ist wichtig!“ In meinem Kopf ist ein riesiges, emotionales Durcheinander. Und jetzt auch noch das.

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Repost: Haschen nach Wind

Über die Ostertage haben wir ein kleines Special geplant. Wir wollen die Story aus der Sicht verschiedener beteiligter Personen erzählen. Zum ersten Mal auch zum Anhören:


War das alles umsonst? Alles vergeblich? Nur ein Haschen nach Wind? Die Zeichen waren eindeutig! Ich habe es gesehen, mit eigenen Augen. Er war der Messias, der Retter auf den wir tausende Jahre gewartet haben. Die Wunder, die er getan hat, lassen eigentlich keinen Zweifel zu. Eigentlich.

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Repost: Ein Sündenbock für den Frieden

Über die Ostertage haben wir ein kleines Special geplant. Wir wollen die Story aus der Sicht verschiedener beteiligter Personen erzählen. Zum ersten Mal auch zum Anhören:

 

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Wenn ich groß bin…

Ich bin mal wieder draußen im Garten. In meiner Hand ein Spaten. Schweiß läuft mir über die Stirn. Wenige Zentimeter unter mir steht mein bester Freund in einem Loch. Wir graben schon seit einigen Tagen, aber es zeigt sich kein großer Fortschritt. Lautstark diskutieren Daniel und ich über die beste Vorgehensweise. Wenn wir so weitermachen, schaffen wir es nie, den Tunnel von Nepal nach Deutschland rechtzeitig fertig zu graben. Wenn das nicht klappt, müssen wir das nächste Mal schon wieder fliegen und davor habe ich doch Angst! Wie schaffen es die Großen nur so schnell zu graben? Auf ein Mal schallt ein lautes Rufen über den Hof: “Philipp, Daniel, Zeit ins Bett zu gehen!” Oh nein. Schon wieder. Es ist doch noch total hell! Wir tun so, als würden wir nichts hören und fangen ganz schnell wieder an zu graben. Doch nur kurze Zeit später, ein zweites Rufen. Diesmal klingt es deutlich näher. Missmutig tragen wir die Werkzeuge in den Schuppen und trotten meiner Mutter hinterher. “Irgendwann, wenn ihr groß seid, dürft ihr länger wach bleiben.” Aber jetzt müssen wir ganz schnell Zähneputzen und ins Bett gehen. Wie oft ich das nur höre. “Nein Philipp, das ist nur für Große.” Wann werde ich endlich so groß, wie die Erwachsenen? Dann darf ich alles! Aber was, wenn das alles eine große Lüge ist? Was, wenn es gar nicht stimmt, dass wir irgendwann mal groß werden? Wie Mama und Papa. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie Mal Kinder waren? Wie soll das denn gehen?

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Und jetzt mach ich morgens das Licht an

Jana. 25. Sonnenkind. Glücklichst verheiratet. Marmeladenkocherin. Masterantin. Herzschlag: Gott, Gemeinde, Gemeinschaft und Gastfreundlichkeit.







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Mein Verein, dein Verein?

Ich sitze mit 89.000 anderen Menschen im Stadion. Alle sind aus demselben Grund hier. Alle wollen ein spannendes Match sehen. Guten Fußball. Viele Tore. Das verbindet. Doch durch das Stadion geht ein Riss. Der Unterschied ist klar erkennbar. Zwei Gruppen. Zwei unterschiedliche Motivationen. Die einen Rot. Die anderen Weiß.

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Lieber Weihnachtsmann… – Ein offener Brief

Lieber Weihnachtsmann,

wir kennen uns jetzt schon 21 Jahre und ich glaube, es ist an der Zeit, dass ich mich mal melde.
Weihnachten ist jetzt schon ein paar Tage her. Die Geschenke ausgepackt. Der Braten gegessen. Die Weihnachts-CD steht wieder hinten im Regal. Die Gottesdienste in diesem Land sind wieder zu der üblichen Anzahl der Besucher zurück geschrumpft. Diese verrückte, überladene Zeit ist für dieses Jahr vorbei. Und ich bin mal wieder in diesem Loch. In dem Loch zwischen Weihnachten und Silvester.

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