Könnte es sein, dass Heimat vielleicht nur Neurobiologie oder gar reine Utopie ist?


Warum auf dem Beitragsbild eine Corona-Postkarte abgebildet ist? Ironie des Schicksals vielleicht. Mit dem Coronavirus hat das rein gar nichts zu tun. Diese Karte war nur das Einzige, was mir einfiel, als ich angefangen habe, diese Zeilen zu schreiben und über Heimat nachzudenken. Sie begleitet mich seit nunmehr fünf Jahren durch mein Leben. Sie hing an so vielen Pinnwänden, an so vielen Orten. Gefunden habe ich sie damals im Postkartenständer eines kleinen Kulturkinos in Brisbane. Ich habe viele davon mitgenommen und verschickt, weil sie so gut gepasst haben. From Where You’d Rather Be. [1] Aus der Hauptstadt des Sunshine State in Australien [2].

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Der Mann des Zweifels

Es war einmal ein Mann. Er hatte ganz Europa bereist. Überall gelebt – ein Vagabund. Er stammte vom Adel ab und pflegte viele Beziehungen zum gesamten europäischen Klerus. Und obwohl er nicht sonderlich alt wurde, hatte er den gesamten 30-jährigen Krieg erlebt, der Europa verwüstet und entvölkert hatte. Er hatte den größten Schmerz seines Lebens erfahren, als er seine 5-jährige Tochter – sein einziges Kind – zu Grabe tragen musste. Wer ihn sah, hätte ihn wohl als kränklich beschrieben. Und dennoch war er der intellektuelle Rebell seiner Zeit und litt unter der Verfolgung der konservativen Kirchenfürsten. Er war ein Universalgenie – der Vater der neuzeitlichen Philosophie. Europa, wie wir es heute kennen, wäre undenkbar ohne ihn. Und er war ein frommer Mann. Sein Name ist René Descartes.

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