Für ein Wochenende nach Norwegen

Flo. 24. Soon-to-be Chemiker. Was ich mag: Verantwortung übernehmen, Tennis spielen, Gott preisen, Gemeinschaft genießen, gemeinsam Beten.

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Fehlende Worte

Weihnachten rückt näher und das Ende des Jahres auch. In all dem Endjahres- und Adventsstress präsentieren wir heute stolzen den letzten Gastbeitrag 2019 – und das in einer besonderen Form. Unsere Autorin hat ihre Gedanken in einem Gedicht zusammengefasst und gleichzeitig eingesprochen. Also unbedingt Anhören!

Jenny, 21, aus dem wunderschönen Südbaden. Studentin.
Mein Herz schlägt für: Gott, Gemeinde, Zeltlager, Innenarchitektur, Kreativität, Tanzen.

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Würde Jesus einen Burger bei McDonalds bestellen?

Als ich auf die Welt kam, wussten meine Eltern bereits, wie sie mich nennen würden: Greta. Ein norwegischer Name, den sie besonders schön fanden. Es gab Zeiten, da mochte ich meinen Namen nicht. Der Grund dafür: niemand anderes hieß so. Erst mit 16 Jahren lernte ich zum ersten Mal eine Person kennen, die den gleichen Namen trug wie ich. Sie war 84 Jahre alt und in Wirklichkeit hieß sie „Margareta“, doch ihre Enkel nannten sie „Oma Greta“. Und irgendwann fand ich es dann auch cool, einen Namen zu haben, der weniger bekannt war.
Doch genau das änderte sich im Mai 2018, als die damals 15-jährige Greta Thunberg, anstatt in die Schule zu gehen, vorm Parlamentsgebäude in ihrem Heimatland Schweden für einen konsequenteren Klimaschutz demonstrierte. Welche Welle daraufhin international ausbrach, ist niemandem von uns entgangen. „Fridays for Future“ wurde ins Leben gerufen und weltweit demonstrieren junge Menschen und mittlerweile auch Erwachsene jeden Freitag für „climate justice“ (übersetzt: Klimagerechtigkeit).

Greta Thunberg beeindruckt mich! Ihr Mut, ihre Hingabe und ihre Authentizität lassen mich wirklich ehrfürchtig werden. Umweltschutz und die Folgen des Klimawandels waren auch für mich schon seit dem Kindergartenalter wichtige und emotionale Themen. Ich bin dankbar für das, was meine Namensvetterin durch ihre Taten erreicht hat und tagtäglich erreicht!
Und ich will mich ihr anschließen und hier auf dem Blog über genau diese Themen sprechen! Denn auch, bzw. vor allem Christen sollten Klimaschutz ernst nehmen. Warum? Darauf will ich in diesem Beitrag eingehen!

2 gute Gründe, warum Christen den Klimaschutz ernst nehmen sollten:

1. Gottes „gute“ Schöpfung ehren
Christen glauben, dass Gott der Schöpfer der Welt ist. Im Schöpfungsbericht heißt es, dass alles, was Gott erschuf, in seinen Augen „gut“ war. Auch können wir in der Bibel lesen, dass Gott den Menschen als „Verwalter seiner Schöpfung“ erschaffen hat:
„Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich! Sie sollen walten über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die auf der Erde kriechen.“
(EÜ, Genesis 1,26)

Die Schöpfung ist ein „Geschenk“ von Gott an uns Menschen. Viele berichten, dass sie sich Gott in der Natur am nächsten fühlen, weil ihre Schönheit und ihre Größe von IHM zeugen.
Doch wie gehen wir mit Gottes „guter“ Schöpfung um?
Plastikmüll im Meer, Aussterben von faszinierenden Unterwasserlandschaften, ausgetrocknete Flussbetten, schmelzende Eisberge, Abholzung von Regenwäldern für wirtschaftliche Zwecke, Überproduktion und Wegschmeißen von Lebensmitteln, klimabedingte Umweltkatastrophen, Anstieg der Meeresspiegel und noch viel mehr!
Das sind nur einige der Folgen unseres bisherigen Umgangs mit dem Geschenk, das Gott uns Menschen einmal aus purer Liebe übergeben hat.

Und was ist mit den, von Gott geschaffenen und vom Menschen benannten Tieren? Ja, Gott beauftragte den Menschen, über die Erde und die Tiere zu „walten“. Doch wie sieht diese „Verwaltung“ heutzutage aus?
Grausamste Massentierhaltung, Artensterben, Wilderei, Überfischung der Meere, Tierversuche und so weiter…
In Sprüche 12,10 heißt es: „Ein guter Mensch sorgt für seine Tiere, der Gottlose aber ist durch und durch grausam.“

Wo ist also unsere Achtung vor Gottes „guter Schöpfung“ geblieben?
Deshalb meine Frage: Würde Jesus einen Burger bei McDonalds bestellen?
Einen Burger, für dessen Herstellung 2400l Wasser verbraucht wurden und für dessen Frikadelle ein Tier gestorben ist, das zuvor gemeinsam mit bis zu 500 anderen Rindern auf minimalstem Stallplatz gemästet und unwürdevoll getötet wurde?
Ich weiß es nicht. Würdest Du den Burger essen?

2. Deinen Nächsten lieben
Als die Jünger von Jesus wissen wollten, welches Gebot das Wichtigste sei, antwortete Jesus: „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst.“ (Markus 12,31)

Wenn ich mir ein T-Shirt bei H&M (etc.) kaufe, trage ich mit meinem Kauf dazu bei, dass Kinder weiterhin unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und für einen viel zu niedrigen Lohn Kleidung herstellen, die anschließend für relativ wenig Geld in v.a. westlichen Ländern verkauft wird. Ehre ich damit meine Mitmenschen?

Die Folgen des Klimawandels (Dürre, Trockenheit, Waldrodung, Überschwemmung, etc.) treffen momentan vor allem Menschen in Entwicklungsländern. Also Menschen, die vorwiegend in wirtschaftlich schwachen Ländern leben und ihre Nahrung zum Großteil aus eigener Landwirtschaft beziehen. Klimaschwankungen führen unter anderem dazu, dass die Ernten ausbleiben und Familien ihre Existenzs- und Nahrungsgrundlage verlieren. Unterernährung, Krankheiten, Trinkwassermangel und das Verlassen der eigenen Heimat sind die Folgen. Ehre ich also meine Mitmenschen, wenn ich (zum Beispiel) einen Inlandsflug von München nach Berlin buche und damit zu einem erhöhten (und unnötigen) CO2-Ausstoß beitrage, der wiederum den Klimawandel vorantreibt?

Ich glaube, dass es unbedingt notwendig ist, dass sich Christen ihrer (von Gott übertragenen) Verantwortung bewusst sind und mit ihrem Lebensstil einen Unterschied in dieser Welt machen! Meiner Meinung nach ist Klimaschutz eine zutiefst christliche Erfindung. Jede unserer täglichen (Kauf-/Handlungs-)Entscheidungen ist eine Möglichkeit, Gottes Schöpfung und unseren Mitmenschen weltweit die Ehre und Würde entgegen zu bringen, die ihnen zustehen!

Also los!
Wenn ich mit Freunden über Klimaschutz spreche, höre ich häufig die Aussage: „Aber es bringt doch sowieso nichts, wenn nur ich meine Lebensweise verändere! Alle Menschen müssten mitziehen.“
Ich kenne diesen Gedanken auch. Verständlich, oder?
Während ich komplett auf tierische Produkte verzichte, um meinen CO2-Ausstoß zu verringern, bucht eine Freundin von mir gerade ihren achten Flug für einen Wochenendtrip dieses Jahr. Das frustriert mich!
Doch auch ich habe noch lange nicht in jedem Bereich meines Alltags einen umweltschonenderen Weg gefunden! Der entscheidende Punkt ist, dass jeder von uns in seinem Alltag einen ersten Schritt machen kann! Und dann einen zweiten und einen dritten.

6 einfache Schritte, die Du tun kannst:

  1. Iss weniger/kein Fleisch und andere tierische Produkte
  2. Nutze Fahrrad und Bahn statt Auto und Flugzeug
  3. Unterstütze Organisationen finanziell, die Entwicklungshilfe und Armutsbekämpfung vorantreiben (Bsp.: Brot für die Welt)
  4. Geh streiken – am 29.11.2019 in deiner Stadt am „Global Day of Climate Action“
  5. Hinterfrage deinen Konsum
    – Wo kannst Du mehr auf Plastik verzichten?
    – Schonmal deine Kleidung „second hand“ gekauft?
  6. Informier dich über Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Tierhaltung und Umweltpolitik. Zum Beispiel hier:
    – Fridays for Future: https://fridaysforfuture.de/
    – IPPC Report: https://www.de-ipcc.de/
    – 17 Nachhaltigkeitsziele der Micha-Initiative: https://www.micha-initiative.de/nachhaltigkeitszielesdgs
    – Film über Tierhaltung weltweit: http://www.earthlings.de/

Das war’s von mir diese Woche! Mir liegt dieses Thema sehr auf dem Herzen und ich weiß, dass das Lesen dieses Beitrags durchaus unangenehm sein kann. Ich möchte auf keinen Fall „von oben herab“ schreiben. Es geht mir darum, einen Anstoß dazu zu geben, sich über dieses längst überfällige Thema (und unsere Verantwortung dafür) Gedanken zu machen und neue Wege und Möglichkeiten im Alltag zu finden. Auch ich darf dabei noch Vieles lernen und verändern.

Meine Frage an Dich:
Wie stehst Du zum Thema „Klimaschutz“ und welchen Schritt wirst du diese Woche noch umsetzen?

Ich freue mich (wirklich) auf Deine Antwort!
Deine Greta, die sich jetzt erstmal ein leckeres veganes Eis gönnt! 😉

Eine Liebeserklärung…

Es ist 05:15 Uhr. Der Wecker klingelt in einem unangenehmen, schrillen Ton und erinnert mich daran, dass kein Wochenende, sondern Montag ist. Und dass ich etwas für mein Geld tun muss. Die Arbeit ruft. Wie jeden Morgen fällt es mir schwer aufzustehen, das warme und wohlige Bett zu verlassen und das im ersten Moment grelle Licht anzuschalten, ins Bad zu gehen und mir lustlos Kleidung überzuwerfen. Meist endet es damit, dass ich solange auf die Snooze-Taste drücke, bis es zu spät ist, mich zu schminken, mir schöne Sachen auszusuchen und die Haare einigermaßen ordentlich zu kämmen.

Wenn ich dann endlich gestresst, aber relativ pünktlich im Auto sitze und nicht selten voller Eile losfahre, klopfe ich mir insgeheim manchmal selbst auf die Schulter und stelle fest, dass ich schon wieder einen neuen Rekord im Fertigmachen aufgestellt habe. 10 Minuten sind nicht gerade schlecht. Würde ich zumindest behaupten. Beim Fahren komme ich schließlich langsam runter. Mein Puls beruhigt sich und ich habe endlich Zeit meinen Kaffee zu trinken und den Tag durchzudenken.

Nach einer Weile komme ich auf die Bundesstraße. Und das ist mir während der Sommerzeit die liebste Zeit des Tages. Der Grund dafür?
Der Himmel. Dort erscheint Tag für Tag, jeden Morgen neu, der schönste Sonnenaufgang, den man sich vorstellen kann. Und jeden Tag denke ich mir wieder und wieder, dass dies wohl der Schönste sein muss, den ich je gesehen habe. Kein Sonnenaufgang ist wie der andere. Manchmal haben die Wolken eine faszinierende Formation oder besondere Muster. Manchmal entdecke ich Farben oder Farbverläufe, die ich zuvor noch nie gesehen habe. An anderen Tagen bin ich geblendet von der Helligkeit und den Strahlen der Sonne, die durch die Bäume gleiten. Dann würde ich am liebsten die Augen schließen und die Wärme auf meinem Gesicht genießen. Ein anderes Mal ist der Himmel rosa gepudert und mit feinen Linien durchzogen. Keinen einzigen Morgen komme ich aus dem Staunen heraus.

Mich überkommt jede Mal ein warmes Prickeln und Schauern, so voller Ehrfurcht bin ich angesichts dieser Schönheit, Perfektion und Macht. Glücksgefühle strömen mitten durch mein Herz und manchmal bekomme ich sogar eine Gänsehaut. Und wenn der Himmel in der kalten Jahreszeit verregnet und kalt aussieht, vermisse ich dieses Gefühl unglaublich.

Dann denke ich unweigerlich an den, der sich dies alles ausgedacht hat. Der eine so unglaubliche Kreativität und Freude daran besitzt, mir den anfangs schweren Tagesstart zu erleichtern und mich daran zu erinnern, wie wahr doch das Sprichwort ist: „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“
Dann bin ich dankbar dafür, dass ich geregelte Arbeitszeiten habe, die ein frühes Aufstehen unumgänglich machen und dazu führen, dass Gott nur für mich dieses wunderschöne Gemälde in den Himmel zaubern kann. Klar, bestimmt sehen andere Menschen genau den gleichen Himmel wie ich. Und doch habe ich das Gefühl, dass dies ein ganz besonderes und wunderbares Geschenk von ihm an mich ist.

Mit der Voraussetzung, dass ich an einen Gott glaube, der all dies erschaffen hat, kann ich nicht anders als für dieses Phänomen und seine Bemühungen, mir eine Freude zu bereiten, dankbar zu sein. Die Folge davon ist, dass ich Gott auch viel klarer in anderen Dingen der Natur erkenne. Das feine Spinnennetz, das nach dem Regen glitzert. Das hohe Gras, welches sich im Wind bewegt. Der Wald direkt vor meiner Wohnung. Das Zwitschern der Vögel, die Blume am Wegrand… Ich liebe es ganz besonders diese kleinen Dinge ins Visier zu nehmen und mit der Kamera einzufangen. Stundenlang kann ich so vor dem gleichen Objekt stehen und es aus 100 verschiedenen Blickwinkeln ablichten und bestaunen. (Okay, das war jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben). Aber die Natur zu bestaunen hilft mir oft, Gott darin zu sehen. Deswegen finde ich auch einen Vers aus dem Römerbrief so cool:

Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine ewige Macht und göttliche Majestät sehen und erfahren können. Sie haben also keine Entschuldigung.“

Römer 1, 20

Für mich heißt dies, dass der Mensch schon alleine an der Natur, deren Schönheit und Vollkommenheit erkennen kann und muss, dass es einen Gott gibt.

Weiter gedacht: Wenn ich nun glaube, dass Gott diese Erde und den wunderschönen Sonnenuntergang vor meinen Augen erschaffen hat, dann stammen doch auch alle Dinge, die uns umgeben von ihm. Sowohl die guten Dinge wie auch die weniger guten. Eine Frage, die sich mir dann unweigerlich stellt:
Warum sind wir oft so undankbar, wenn wir doch eine ganze Reihe von Gutem um uns herum haben, mit denen unsere Dankbarkeit die Unzufriedenheit überwiegen sollte? Warum sind wir so schnell undankbar und so langsam wirklich dankbar? Ist der Mensch einfach so konzipiert, dass er automatisch die schlechten Dinge sieht und sich daran aufhält, während die guten und schönen Dinge lange Zeit brauchen, um uns bewusst zu werden?

Lasst uns doch in der kommende Woche auf genau so etwas achten. Lasst uns die Zeit nutzen, um bewusst Dankbarkeit und Zufriedenheit für alltägliche Dinge zu verspüren und andere damit anzustecken. Vielleicht hilft es dir ja, wie mir auch, deine eigene persönliche Liebeserklärung zu schreiben. Und wenn der Grund nur ein kleiner Sonnenaufgang ist. Dies ist meine Liebeserklärung. An die Schönheit. An Sonnenaufgänge. An das frühe Aufstehen. Und an Gott.

Eure Larissa!

Ein großer Dank geht raus an Flo und Unsplash.com für das Bild 🙂

NaturWUNDER

Es schneit. Richtig dicke Flocken. Es hat die ganze Nacht durchgeschneit. Die schneebedeckte Straße mit den angrenzenden Vorgärten und Häusern, beinahe unberührt am frühen Morgen, strahlt eine umgreifende Ruhe und Frieden aus. Als wäre es schon immer so weiß und gleichmäßig gewesen und als würde es sich niemals mehr ändern. Leider bin ich etwas in Eile, muss das Auto noch freikratzen und vom Schnee befreien, um dann zügig in die Klinik zu fahren. Zurzeit mache ich eine Famulatur. So nennt man ein fünfwöchiges Praktikum als Medizinstudierender. Eine prima Möglichkeit, Sachen auszuprobieren, um mich am Ende des Studiums entscheiden zu können, in welchem Fachgebiet ich mich spezialisieren möchte. Und gleichzeitig eine Möglichkeit, neue Orte, neue Menschen und Lebensweisen kennen zu lernen. Daher befinde ich mich gerade in Obersöchering, einem 1500-Menschen-Dorf in der Nähe von Garmisch und der Zugspitze im bayrischen Oberland, also quasi weder in, noch vor den Alpen. Vielleicht eher an den Alpen.

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